Portugal

Wie alles begann
Zu Beginn der 1980er Jahre wurden in der KAB der Diözese Aachen die Ziele und Strategien der internationalen Arbeit verändert. Im Rahmen der Aktion „Weltnotwerk der KAB“, die bis dahin überwiegend eine reine Sammelaktion für Entwicklungsprojekte war, wurde in der KAB Aachen eine neue Form der internationalen Aktion ins Leben gerufen, die den Aufbau von Partnerschaften zu Mitgliederbewegungen der „Weltbewegung Christlicher Arbeiter (WBCA)“, dem internationalen Zusammenschluss der KAB, zum Ziel hatte. Im Jahr 1984 wurde ein gemeinsamer Beschluss von KAB und CAJ zur Internationalen Aktion gefasst, mit dem Ziel:

  • Aufbau von Kontakten zu Partnerbewegungen. Finanzielle Mittel werden über die WBCA zur Verfügung gestellt.
  • Unterstützt werden Partnerbewegungen zunächst in Portugal und Paraguay.

Zum Land Paraguay gab es durch eine Begegnungsreise Kontakte zu Verantwortlichen der MTC Paraguays. Portugal wurde aus verschiedenen Gründen als Partnerland ausgewählt:

  • Portugal stand kurz vor dem EU – Beitritt und galt als der „Armenhaus Europas“.
  • Es bestanden schon Kontakte seitens der CAJ zur Jugendorganisation „Juventude Operária Católica (JOC)“ in Portugals und zur „Liga Operária Católica - Movimento de Trabalhadores Cristãos (LOC-MTC)“ Portugals.
  • Eine Tagung von KAB und CAJ im Nell-Breuning-Haus im Jahre 1986 über die gemeinsame Geschichte und Gegenwart Brasiliens (das damalige Schwerpunktland der CAJ) und Portugals, an der auch der Arbeiterpriester Pater Bernhardino aus Moselos/Portugal teilnahm, weckte ein weiteres Interesse an Portugal.
  • Durch Kontakte mit Arbeitsmigranten aus Portugal (seit März 1964 gab es das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und Portugal), z.B. in Krefeld, wuchs der Wunsch Portugal und die Menschen in der LOC-MTC näher kennen zu lernen.

Den Startschuss für den Aufbau ....

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Wo wir stehen

Am Anfang stand das Interesse Land und Leute in Portugal kennen zu lernen. Dies betraf sowohl die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen als auch die Bewegungen LOC-MTC und JOC. Hierzu dienen die gegenseitigen Besuche und Begegnungsreisen. Bei allen Beteiligten hat dies zu starken Eindrücken, neuen Freundschaften und einem stärkeren Hinterfragen der Lebens- und Arbeitssituation im eigenen Land geführt. In den gemeinsamen Seminaren wurden und werden die Erfahrungen ausgetauscht, ausgewertet in politische Kontexte gebracht und Handlangschritte erarbeitet. Bei den Seminaren, die ab dem Jahr 2003 stattgefunden haben, konnten auch die Erfahrungen aus Beitrittsländern der EU, wie Litauen, Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei einbezogen werden. Die aktuellen Seminare finden ebenfalls in multilateralen Bezügen statt. In den LOC - Gruppen in Krefeld und Mönchengladbach steht die besondere Situation der Arbeitsmigration im Mittelpunkt, z.B. spielt dort die Situation der ersten Migranten-Generation im Mittelpunkt, die Situation derjenigen, die sich auf die Rente vorbereiten und die Überlegung über eine Rückkehr ins Heimatland. Bei diesen Fragen ist z.B. die Rechtsberatung der KAB eine wichtige Hilfe.

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Ansprechpartner

Hinweis

Ein besonderes Merkmal der Partnerschaft mit der LOC-Portugal ist, dass zwei europäische Länder gemeinsam den Aufbau einer Bewegung in einem Land Afrikas betreiben. Hier geht es um unser neues Projekt in Kap Verde.

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